Auf dem Weg nach Luang Prabang haben wir wieder ein Festival der Hmonk besucht. Es lag quasi auf dem Weg, war aber am Abend davor zu Ende gegangen. Auch hier wieder Karussells, Jahrmarktstimmung, Shopping und Brautschau. Leider auch einhergehend mit viel Chaos und Abfall.




Es ist irgendwie auch deprimierend, diese Bilder zu sehen. Schon vor Ort war der Anblick – gelinde gesagt – erschreckend. Aber mit einem Blick zurück sind hier schon viele kulturelle Unterschiede. Die Lebensumstände und vor allem das tägliche Überleben, lassen einen Luxus sich um die Natur zu sorgen, gar nicht zu. Hier geht es schlichtweg um die Erhaltung der ethnischen Minderheit, verbunden mit einem Volksfest.
In Luang Prabang haben wir erstmal den Royal Palace besichtigt – jetzt ein Nationalmuseum. Vorbei an ehemaligen alten Kutschen und der Tankstelle für die modernere Staatskarosse ging es gegenüber gleich weiter hoch auf den Berg zum Wat Pa Huak Tempel. Beides schön zu sehen.






Der Hammer ist aber der Blick vom Berg und Tempel auf Luang Prabang hinab zum Mekong und dem Zufluss Nam Khan River.
Am Abend waren wir in einem kleinen Restaurant am Mekong essen und konnten von hier den langen, ereignisreichen und schönen Tag ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es weiter den Nam Ou River hinauf zu unserem nächsten Ziel. Leider hatte sich Chrischi am Abend zuvor beim Salat eine heftige Salmonelleninfektion zugezogen – das volle Programm. Eigentlich waren wir auf einem Stop-over, um uns eine Laotische Hochzeit anzusehen.
Wir mussten vor Ort dann aber die lokale Krankenschwester aufsuchen. Diese hat für die abgeschiedenen Verhältnisse alles ihr mögliche getan, uns letztendlich aber geraten zur weiteren Untersuchung zurück nach Luang Prabang ins dortige Krankenhaus zu fahren. Da der Rest der Truppe ja weiter musste, haben wir versucht, einen lokalen Transport zu organisieren und auch gefunden.
Gegen Einwurf kleiner Münzen wurden wir in einem SUV zurückgefahren. Die Familie hat dieses für einen Ausflug in die Stadt genutzt. Während wir zu Dritt auf der Rückbank saßen, befand sich der Rest der Familie auf dem Beifahrersitz.
Wir wurden direkt am Krankenhaus abgesetzt und sind anschließend den normalen Weg eines Krankenhauspatienten durchlaufen. Schon während des Rückwegs ging es Chrischi merklich besser und der Arzt hat dann auch nur noch den Flüssigkeitsverlust mit einer Infusion ausgeglichen. Kurz darauf konnte sie auch schon wieder lachen und ich habe mich auf die abenteuerliche Reise zur Begleichung der Krankenhausrechnung begeben.

Eine freundliche Dame mit ausschließlich laotischer Sprachkenntnis nahm mich bei der Hand, also wirklich bei der Hand. Durch das Krankenhaus in wunderschöner Parkanlage ging es erstmal zur Rezeptausgabe. Die nette Dame legte einen Beleg des Arztes vor und mir wurde das Rezept für die Infusion ausgehändigt. Dann ging es weiter zur Medikamentenausgabe, wo ich aber eigentlich nur einen Stempel auf das Rezept bekam. Die Infusion war ja schon lange durchgelaufen. Von dort ging es weiter zur Rechnungsstelle, wo aufgrund der bisherigen Dokumente eine Rechnung über ca. 20 $ für die Behandlung und die Materialkosten ausgestellt wurde. Mit dieser Rechnung dann weiter zur Kasse um die Rechnung zu bezahlen. Anschließend mit der Quittung der Kasse wieder zur Rechnungsstelle, wo diese als bezahlt gestempelt wurde. Damit dann zur Rezeption, wo Chrischi offiziell aus dem Krankenhaus entlassen wurde.
Bei der Wanderung durch das Krankenhaus war schon die Baufälligkeit am gesamten Gebäude erkennbar. Der Putz bröckelte von den Wänden, es gab Risse in den Fliesen am Boden und an den Wänden. Über den Ausflug zur Toilette möchte ich nicht sprechen. Aber die Behandlung und die Freundlichkeit ließen keine Wünsche offen.
Jetzt stellte sich die Frage: Wie geht es weiter? Wir waren ja eigentlich auf der Weiterreise und unser Trupp schon eine Tagesreise weiter. In drei Tagen sollten Sie aber wieder hier ankommen und so suchten wir uns für zwei Nächte eine Unterkunft. Die fanden wir bei der Frau des lokalen Reisemanagers.
Wir haben die Zeit genutzt, uns Fahrräder geliehen und sind zwei Tage durch Luang Prabang und Umgebung geradelt.



